Kurt Martin feierte 70. Geburtstag – 512 Mannschaftskämpfe für den KSV !
Das Taisersdorfer Ringer-Urgestein und Ehrenmitglied Kurt Martin feierte am letzten Wochenende seinen 70.Geburtstag. Im Rahmen der Geburtstagsfeier in der Ringerhalle gratulierte der erste Vorsitzende des KSV, Stephan Endres, dem rüstigen Jubilar.
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Seit der Vereinsgründung im Jahre 1970 bis 2015 stand Kurt Martin mit Ausnahme von 2012 und 2013 jedes Jahr für den KSV Linzgau Taisersdorf auf der Ringermatte. In Summe waren das 512 Mannschaftskämpfe bei den Männern, eine schier unglaublich Bilanz. Kurt Martin begann im Alter von 14 Jahren mit dem Ringkampfsport. Der zweitjüngste Sohn des Vereinsgründers Theodor Martin galt vor allem in den Aufbaujahren als Motor des KSV Linzgau Taisersdorf. Neben seinen Erfolgen als Ringer setzte er schon in jungen Jahren auf eine optimale Ausbildung zum Übungsleiter. Mit gerade mal 25 Jahren erwarb er 1981 den Trainer B-Schein, was ihn damals schon dazu berechtigte, Bundesligavereine zu trainieren. Und in jenem Jahr schaffte er mit seinem KSV als Ringertrainer einen der spektakulärsten Erfolge, den Aufstieg des mit gerade mal 300 Einwohnern kleinsten Ringerdorfes in Deutschland in die zweite Ringer-Bundesliga. Diese Erfolge führten auch dazu, dass in Taisersdorf eine Ringerhalle gebaut werden konnte und die Linzgau-Ringer von da an erst optimale Trainingsbedingungen vorfanden. Nach fünfjähriger Zugehörigkeit zur zweithöchsten Liga gab es 1986 eine Zäsur in der Entwicklung des jungen Vereines und man versuchte in der Bezirksliga einen Neubeginn, mit Kurt Martin als verantwortlichen Ringertrainer. 1990 schaffte er mit dem KSV Linzgau Taisersdorf die Meisterschaft in der Landesliga Südbaden und den Aufstieg in die Verbandsliga. Am Ende dieser Saison erklärte er nach über 300 Mannschaftskämpfen den Rücktritt als aktiver Ringer und wollte sich mehr auf die Trainertätigkeit konzentrieren. Doch schon in der darauf folgenden Saison merkte man im Lager der Linzgauer, dass es ohne Kurt Martin nicht geht und so folgten die Ehrungen für 400 und 500 Mannschaftsskämpfe in den Jahren 1999 und 2011.
Kurt Martin hat nicht nur Erfolge als Mannschaftsringer vorzuweisen. Auch bei Einzelmeisterschaften war er in beiden Stilarten recht erfolgreich. Von 1974 bis 1976 nahm er auch drei Mal an Deutschen Meisterschaften der Jugend, Junioren und der Senioren teil. Bei den German Masters 2001 erkämpfte er sich in der Klasse bis 69kg im Freistil die Silbermedaille. Im gleichen Jahr errang er bei den Weltmeisterschaften der Veteranen in Martigny (Schweiz) die Bronzemedaille.
Neben den Männermannschaften lag Kurt Martin auch immer die Jugendarbeit am Herzen. Er bereitete viele Nachwuchsringer auf Deutsche Meisterschaften vor, die dort auch sehr erfolgreich abschnitten. Von 2002 bis 2004 war er zusätzlich noch Jugendleiter des KSV Linzgau Taisersdorf. Auch heute noch steht der nun Siebzigjährige, falls Not am Mann ist, am Mattenrand und unterstützt das Trainerteam beim Training und bei Turnieren. Eine vorbildliche Leistung, die nicht hoch genug einzuschätzen ist und auch beispielhaft für die jüngere Generation ist. (fm)
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